Glossar

Begriffe in der Unternehmens-kommunikation

Um vom gleichen Verständnis auszugehen, möchte ich kurz erläutern, was ich explizit unter nachfolgenden Begriffen verstehe.

Unternehmenskommunikation

Externe Unternehmenskommunikation fokussiert auf den Markt
Im Besonderen die Bereiche Public Relations, Corporate Social Responsibility, Marketing und Vertrieb, aber auch Verhandlungen mit Kunden, Lieferanten und Beratern oder die Präsentation von Projekten und Erfolgen.
Dabei verfolgen die Bereiche jeweils auf Ihre Art und Weise, die vorher festgelegten Ziele der Kommunikation, wie beispielsweise als ein Unternehmen mit verschiedenen Marken wahrgenommen zu werden.

Interne Unternehmenskommunikation richtet ihren Blick nach Innen
Der Blick auf die  Organisation mit ihren Abläufen und Mitarbeitern, die ständig optimal kommunizieren müssen, um die Unternehmensziele erreichen zu können.
Das schließt elektronische Geschäftsprozesse ein, aber auch das Führen von Gesprächen mit Mitarbeitern und die Moderation von Themenrunden.

Eskalationsstufen nach Glasl – Ebenenmodell
Glasl stellt „die Eskalation in seinem neunstufigen Modell nicht als einen Anstieg zu immer höheren Eskalationsstufen dar, sondern als einen Abstieg zu immer tieferen, primitiveren und unmenschlicheren Formen der Auseinandersetzung, die mit einer zwingenden Kraft in Regionen führt, die grosse, ‚unmenschliche Energien‘ aufrufen, die sich jedoch auf die Dauer der menschlichen Steuerung und Beherrschung entziehen.“ In der ersten Ebene können beide Konfliktparteien noch gewinnen (Win-Win). In der zweiten Ebene verliert eine Partei, während die andere gewinnt (Win-Lose) und in der dritten Ebene verlieren beide Parteien (Lose-Lose).

Die neun Stufen der Konflikteskalation

Interessanterweise kann man die unterschiedlichsten Konflikte damit analysieren: Scheidungen, Konflikte zwischen Kollegen oder Schülern und auch Konflikte zwischen Staaten.
angelika_brandner_kommunikation_Glasl Eskalationsstufen

Quelle: Medizinische Hochschule Hannover

Mediation
Mediation ist eine Form der Konfliktlösung, die im Konfliktfall ansetzt und sich in ihrer Umsetzung auf Konfliktpotential, Konfliktprozess und Konfliktfolgen konzentriert.  Ausgangssituation für eine Mediation ist ein Streit oder eine sonstige gegensätzliche Positionierung. Es können dabei zwei oder mehr Parteien beteiligt sein. Mittels einer dritten, außen stehenden Person oder Partei wird eine außergerichtliche Lösung oder Einigung erzielt. Sie setzt Konsequenzen aus dem Konflikt nicht richtend oder schlichtend fest, sondern begleitet die Beteiligten vermittelnd und unterstützend in ihrem Lösungsfindungsprozess.
Quelle: Mediative Kommunikation, Doris Klappenbach

Mediationsformel
Die Mediation folgt dem Prinzip des Win-Win: Ein gemeinsamer Konflikt zeigt bei genauer Betrachtung viele beteiligte Interessen und Bedürfnisse. Ein individuell entworfenes Lösungskonzept birgt die Chance, ihnen so gerecht zu werden, dass alle Seiten als Gewinnende aus dem Konflikt hervorgehen können. Zusammenfassend: eine befriedigende und nachhaltige Lösung eines Konfliktes ist Voraussetzung, dass in dessen Bearbeitung sowohl die Sach- als auch die Emotionsebene gleichwertig einbezogen werden. Dieses Verständnis drückt sich unmittelbar in der so genannten Mediationsformel aus:

Konfliktformel

Die Mediation geht davon aus, dass eine wirkliche Konfliktlösung das Potenzial zur Zufriedenheit aller Beteiligten enthält. Die Chance eines Win-Win-Ergebnisses liegt in der ressourcenorientierten, vollständigen Beachtung des Konfliktes.
Quelle: Mediative Kommunikation, Doris Klappenbach

Mediative Kommunikation
Mediative Kommunikation geht noch einen Schritt weiter als die Mediation: Sie setzt nicht erst im Konfliktfall an, sondern bereits beim Konfliktpotential. Mediative Kommunikation steht für die Möglichkeit, sonst verfahrensförmig angewandte Konfliktinterventionsstrategien settingunabhängig anzuwenden. Vor allem die Elemente der Mediation werden im erweiterten Spektrum alltäglicher zwischenmenschlicher Begegnungen flexibel angewandt.

Als Form solch freien meditativen Agierens erscheint die Gewaltfreie Kommunikation. Sie nutzt mit ihrem Modell der Vier-Komponenten-Kommunikation von der sachlichen Beobachtung ausgehend durch die Ergründung von beteiligten Gefühlen den Motivationsfaktor der eigenen Bedürfnisse zur Formulierung einer konkreten Bitte. Sie bietet so eine alltagstaugliche Möglichkeit, für Klarheit in Beziehungen zu sorgen und ein erfolgreiches Element im politischen Bereich des Konfliktmanagements.

Die Mediative Kommunikation erweitert die Kompetenzen aus dem Bereich der Mediation um weiteres Material aus der Psychologie und anderen Sozialwissenschaften. Was davon in der Praxis durch die Hintergrundqualifikationen der Mediierenden bereits mit Mediation in Verbingung gebracht wird, schließt die Mediative Kommunikation in ihr basales Spetkurm mit ein. So beispielsweise Ansätze aus der Themenzentrierten Interaktion (TZI), dem Neurolingusitischen Programmieren (NLP) und der Transkationsanalyse (TA).
Quelle: Mediative Kommunikation, Doris Klappenbach

NLP – Neurolinguistisches Programmieren
Das Neurolinguistische Programmieren wurde in den 1970er Jahren von Richard Bandler und John Grinder entwickelt. NLP ist ein psychologisches Kommunikationsmodell, das durch Analyse der Arbeiten dreier Meistertherapeuten entstand. Diese drei „Zauberer der Therapie“ genossen bereits zu ihren Lebzeiten einen legendären Ruf:

  • Fritz Perls, der Begründer der Gestalttherapie
  • Virginia Satir, die Grand Dame der Familientherapie
  • Milton Erickson, der Vater der modernen Hynosetherapie

Bandler und Grinder nahmen an, dass es in der Kommunikation dieser Therapiemeister mit ihren Klienten Gemeinsamkeiten geben müsse, die essenziell sind für das Erzielen tiefgreifender und effektiver Veränderung. Im Laufe der Zeit entwickelten sie auf diese Weise vielfältige Techniken für Kommunikation und therapetitsche Interaktionen, mit denen in erstaunlich kurzer Zeit tiefgreifende und anhaltende Veränderungen herbeigeführt werden können. Im therapeutischen Bereich und im Coaching gelten die Techniken des NLP schon seit langer Zeit als höchst wirksame Kurzzeittherapie. Nun erlangt NLP auch im Geschäftsleben zunehmend an Bedeutung. Es bietet zum einen für die zunehmend gefragte soziale Kompetenz wertvolle Vorgehensweisen und hält effektive Werkzeuge zur Steigerung der immer wichtiger werdenden Verhaltensflexibilität bereit. Ob es um Führung, Verkauf, Serviceleistungen, Verhandlungen oder Teamarbeit geht, mit den Kommunikations- und Coachingtechniken des NLP werden Fähigkeiten erlernt, die zuvor als angeborenes Talent betrachtet wurden. 

  • Neuro bezieht sich auf das Gehirn und das Nervensystem, in dem menschliches Verhalten, Körperzustand, Denken und Fühlen – sozusagen die Regiearbeit über sämtliche Handlungen – des jeweiligen Individuums beheimatet sind.
  • Linguistisch bedeutet, dass wir mittels der verbalen und nonverbalen Sprache unser inneres Erleben intern verarbeiten, speichern und mitteilen können. Mittels dieser Sprache bauen wir uns „Landkarten der Wirklichkeit“.
  • Programmieren bezieht sich auf die Fähigkeit, in unsere neutralen Netzwerke eingreifen zu können, um sowohl Gefühlsreaktionen als auch Verhaltensweisen so zu verändern, dass diese unserer Gesamtpersönlichkeit nützlich sind.

Quelle: Klaus Grochowiak

DISG persolog Persönlichkeits-Modell zur Persönlichkeitsentwicklung

  • Einfache Methoden – Das persolog Persönlichkeits-Modell zeichnet sich durch seinen situativen Ansatz aus. Die pragmatischen und handlungsorientierten Strategien sind leicht zu merken und daher besonders effektiv.
  • Vielfalt und Flexibilität – Führung, Verkauf, Coaching, Stressmanagement und Recruiting – das sind nur einige Bereiche, in denen das Modell Anwendung findet. Es kann überall dort eingesetzt werden, wo Verhalten eine Rolle spielt.
  • Erfahrung – Über 6.000 Trainer sind weltweit zertifiziert. Seit 20 Jahren in Deutschland. 90 Prozent der DAX-Unternehmen arbeiten mit für das persolog Persönlichkeits-Modell zertifizierten Trainern.
  • Baut auf Kenntnissen von Verhaltensforschern auf – Die Basis des persolog Persönlichkeits-Modells bildet die Arbeit der Verhaltensforscher Prof. John G. Geier und M.S. Dorothy Downey. Ansätze wichtiger Wissenschaftler, wie Erich Fromm, Alfred Adler und Martin Fishbein wurden bei der Entwicklung mit einbezogen.
  • Arbeiten mit zielgenauen Instrumenten – Statistische Untersuchungen in Zusammenarbeit mit der Universität Koblenz-Landau belegen eine hohe Reliabilität sowie Validität der Items des persolog Persönlichkeits-Modells. Die hohe Treffsicherheit bestätigen auch die Anwender.

Corporate Social Responsibilty (CSR)
CSR ist ein Konzept gesellschaftlicher Verantwortung von den  Unternehmen. Dieser Beitrag wird freiwillig von der Wirtschaft erbracht.  Dabei orientiert sich das Prinzip an der Nachhaltigkeit und erstreckt sich auf die Bereiche Ökonomie, Ökologie und Soziales. Mit ihrem Engagement in einer Vielzahl von Handlungsfeldern leisten Unternehmen im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit einen entscheidenden Beitrag für eine zukunftsfähige Gesellschaft.

Social Business
Social Business ist ein wirtschaftliches Konzept, das oft auf den Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus zurückgeführt wird. In dem Bereich tätige Unternehmen sollen soziale und ökologische gesellschaftliche Probleme lösen. Das Konzept soll den Kapitalismus zukunftsfähig machen.

Marketing
„Marketing ist der Prozess, durch den eine Organisation auf kreative, produktive und gewinnbringende Weise eine Beziehung zum Markt herstellt“.
(P. D. Bennett)

Marketing 2.0

Klassisches Marketing kombiniert mit digitalem Dialog-Marketing.

Marketing-Kommunikation

Die Marketing-Kommunikation, auch Kommunikationspolitik genannt, ist eine Funktion des Marketing.
Es handelt sich um die bewusste Beeinflussung marktwirksamer Meinungen mit der Absicht, die Meinungen im Markt den eigenen unternehmerischen Zielvorstellungen anzugleichen.

Marketing-Mix

Der sogenannte „Marketing-Mix“ stellt die sinnvolle Kombination der Marketing-Instrumente dar – zu einem bestimmten Zeitpunkt, in Abhängigkeit der verfolgten Marketingziele, abgestimmt auf die aktuelle Marktsituation.

Schulkommunikation
Inhalte werden an Lehrplänen ausgerichtet und didaktisch aufbereitet, so dass Sie von Lehrkräften in den Unterricht integriert werden können. Kampagnen mit pädagogisch hochwertige Materialien für die Schule werden durch cross-mediale Kommunikationsmaßnahmen begleitet.

Social Media
„Social Media ist eine Form des Marketings, das darauf abzielt, eigene Vermarktungsziele durch die Nutzung von und die Beteiligung an sozialen Kommunikations- und Austauschprozessen mittels webbasierter Applikationen und Technologien zu erreichen. Die systematische Organisation und Integration der Beteiligten an Kommunikations- und Austauschprozessen bildet den Kernpunkt jedes Social Media Marketings.“
(Quelle: Social Media Markting, Lemke 2011)

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