Überfällig: Die ‚Zweite Aufklärung‘ – Jenseits von Descartes beginnt die Zukunft noch mal ganz neu

Robert Stein-Holzheim – eine praktikable Sichtweise im Bezug auf dem Weg eine empathischere Gesellschaft zu werden.

Überfällig: Die ‚Zweite Aufklärung‘ – Jenseits von Descartes beginnt die Zukunft noch mal ganz neu.

Shitstorm – how to handle wild people?

Wenn ich den Artikel auf Spiegel-Online lese „Stress-Job Social Media“, dann wird mir sehr schnell klar, dass es absolut notwendig ist, die Diskussion über die Anforderung an einen Social Media Managers nochmals aufzugreifen.

Außer der Kompetenz ein dickes Fell zu haben, sollten wir ernsthaft darüber nachdenken, wie es um unsere Fähigkeiten in Konfliktsituationen bestellt ist. Die Forderung nach einem Schulfach „Kommunikation“ neben der Vermittlung von Medienkompetenz im Unterricht, erscheint notwendiger und vor allem sinnvoller denn je.

Wir erleben aktuell einen Wertewandel von der nicht feinen Art. Menschen, die sonst wohl keinen Rahmen haben sich auszudrücken, entdecken Social Media Plattformen.

Ich spreche hier nicht über Reklamations- oder Beschwerdemanagement.

Hier geht es um emotionale Ventile, die sich für Menschen eröffnen. Es scheint als ob der Druck, die Unzufriedenheit ins Unerträgliche gewachsen ist. Menschen vergessen sich, im wahrsten Sinne des Wortes.

Konfliktmanagement (treffender wäre der Begriff Lösungsmanagement gewählt) ist eine Aufgabe, die im Kommunikationsmanagement eines Unternehmens, einer Institution wohl etabliert werden will.

Veränderung - Von der KonFrontation zur Kooperation

Der rote Faden der Veränderung – Von der KonFrontation zur Kooperation

Die Zeiten, dass Social Media einfach mal nebenbei behandelt wird, sind definitiv vorbei.

Wir leben in neuen Strukturen mit neuen Anforderungen: Von der Konfrontation zur Kooperation wird sich wie ein roter Faden durch die Kommunikationsstrategien ziehen.

Dr. Graves Frage: Was genau macht einen psychisch gesunden Menschen aus?

corkscrew lightThe psychology of the mature human being is an unfolding, emergent, oscillating, spiraling process marked by progressive subordination of older, lower-order behavior systems to newer, higher-order systems as man’s existential problems change.

Dr. Clare W. Graves

Die Psychologie eines reifen Menschen ist ein sich entfaltender, aufstrebender, sich hin- und herbewegender, spiralartiger Prozess gekennzeichnet durch einen schrittweise Unterordnung eines älteren, niedrigeren Ordnungsverhaltenssystems zu einem neueren, höher entwickelten Systems, das sich durch menschliche existentielle Probleme verändert.

In den 1960er und 1970er begann C.W.Graves seine Theorie zur Entstehung  ”menschlicher Existenzebenen“ („levels of human existence“) zu untersuchen. Anlass seiner Forschung war die Frage seiner Studenten, welche psychologische Theorie vom reifen Menschen denn jetzt die richtige sei. Er konnte ihnen keine zufrieden stellende Antwort geben. Graves stellte sich deshalb folgende psychologische Frage: Was genau macht einen psychisch gesunden Menschen aus?

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Wie können wir uns weiterentwickeln eine empathischere Zivilisation zu werden?

CarlWGravesLeitsätze von Clare W. Graves (1914-1986) zum Nachdenken:

„Die Frage ist nicht, wie motiviere ich Menschen, sondern wie bringe ich mein Tun in Bezug zu ihrem natürlichen Motivationsfluss.”

„Jeder hat das Recht, so zu sein, wie er ist. Lehre Menschen, die Qualität ihrer Arbeit zu erhöhen, indem du ihren Denkweisen gerecht wirst und nicht von dir selbst ausgehst.”

„Menschen sollten sich nicht zu sehr verändern müssen, um ihre Arbeit zu tun. Setze sie gemäß den vorhandenen Stärken ein.”

„Erleichtere Veränderung und gib Unterstützung für die, die Veränderung wählen. Bestrafe die übrigen nicht, für das, was sie sind (und bleiben wollen).”

Das Graves Modell – mehr dazu in den nächsten Tagen.

Supportive Leadership – Begeistert führen.

WATCH HIM!
Prof. Dr. Gerald Hüther – Gelassenheit hilft: Anregungen für Gehirnbenutzer

Prof Dr. Gerald Hüther Gelassenheit hilft: Anregung für Gehirnbenutzer

Changemanagement ist möglich und spart Kosten.

Mit der richtigen Haltung einer ‘supportive Leadership’ haben wir eine realistische Chance Veränderung wirklich zu forcieren. Das Potential dazu ist in uns bereits angelegt.

Unsere Ausgangssitutation: Wir starten so wie Albert Einstein!

Er sagte schon: “Die Probleme, die es in der Welt gibt, können nicht mit den gleichen Denkweisen gelöst werden, die sie verursacht haben.”

Unternehmen, die eine Achtsamkeit auf Ihr Personalentwicklung legen, werden in Zeiten, von auserordentlichen Herausforderungen gemeinsam lernen, sich weiter zu entwickeln. Durch Vertrauen kann Angst, Stress und Druck entgegen gewirkt werden. So sind wir angelegt: Wir können uns jederzeit ändern. Ein Zustand von Vertrauen ist her zu stellen durch ein institutionalisiertes Konfliktmanagement.

Die gute Nachricht ist: Veränderung ist bis ins hohe Alter möglich!

Es geht deutlich mehr. Ein großes Potential steht uns zu Verfügung, wie die Nerowissenschaft feststellen konnte. Wir können uns zu jedem Zeitpunkt unseres Lebens ändern.

Auf diesem Wissen aufbauend ist es möglich Changemanagement erfolgreich zu gestalten. Wenn wir uns im menschlichen Miteinander weiterentwickeln, dann werden wir mit anstehenden Herausforderungen technisch und emotional Schritt halten können.

Der Schlüssel zu dieser Tür ist Begeisterung!